Wege ins Licht

Der Feuersalamander

Die Wunder entdecken wir auf unserem Weg – wenn wir ihn gehen

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Was für ein Spiel der Energien. Vielleicht macht ihr ja ähnliche Erfahrungen. Das aktuelle Manifestationspotential nach dem Paternosterprinzip ist sehr ausgeprägt. Das eigene Bewusstsein entscheidet, in welche Richtung wir fahren. Die Herausforderung, nicht mehr in den alten Höllenschlund zu schauen, nicht mehr in alte Muster zu verfallen, ist groß. Gleichzeitig treten auch die Dinge und Situationen in Erscheinung, die wir herbeisehnen. Die Kraft des Sonnenlichts erlebe ich als äußerst wohltuend intensiv. Besonders dann, wenn sie, wie die letzten Tage, nur sehr vereinzelt durch das trübe Grau und Schwarz hindurchlugte. Dafür dann aber so präsent, dass ich mich wie im Strahl eines Bühnenscheinwerfers gemeint fühlte, wenn ich einen dieser Momente erhaschen durfte. Eine Symbolik gleich einer Entscheidungsfrage: „was willst du Mensch erleben – Licht oder Dunkelheit?“ Ich bin mir um unsere gemeinsame Entscheidungskraft sehr sicher. Warum wohl befindet sich die Welt in einer immer noch zu niedrigen Schwingung? Die Kraft der Masse, gepuscht durch den polaren Gegenspieler, erhält diesen Zustand künstlich aufrecht. Aber das Licht wartet auf uns. Die dazu notwendige Kraft sitzt in unserem Herzen, unser Verstand trägt dazu bei, was wir 24/7 durch unser System jagen. Das ist Schöpferkraft im Team. Glauben werden das im Moment noch nicht viele Menschen.

Als ich gestern, wie so oft, durch mein Waldtal vor der Haustüre ging, durfte ich hautnah eines dieser kleinen Wunder erleben. Die Kraft meines Wollens setzte sich in einer ganz eigenen Dynamik um. Die Wolken waren zuvor düster, tiefschwarz – entsprechend einigen belastenden Lebensumständen. Just in dem Moment, als ich nach einem Schauer vor die Tür ging, riss der Himmel auf und die Sonne strahlte wie an einem Hochsommertag für wenige Minuten. Genau das will und brauche ich zum gut leben: dieses Sonnenlicht. Die nahenden Wolken verschlossen zwar diesen wunderbaren Ausblick baldigst, meine Akzeptanz fand das jedoch nicht. Die Illusion auf Erden entspricht diesen dunklen Wolken, die wir durchaus gemeinsam – metaphorisch betrachtet – erzeugen. „Was will ich“ spielt dennoch eine entscheidende Rolle. Ich wollte in diesem Moment einfach nur raus in die Natur und das von der Sonne begleitet. Diese anderthalb Stunden durch ein Naturschutzgebiet entlang eines Bachlaufes und Baumlehrpfades waren eine kleine Offenbarung. Obwohl ringsum das Wetter nach Wolkenbruch aussah, begleitete mich die Sonne immer wieder, gepaart mit einer weißblauen Durchsicht nach oben. Es nieselte kurz, was dank gestiegener Temperaturen angenehm war. Verschiedene moosbedeckte Bäume strahlten in einem knalligen Grün gleich Ampeln, die signalisieren: „geh jetzt weiter“. Einen Tag zuvor durfte ich mitten auf diesem Weg sehen, wie ein Bussard eine Taube rupfte und anfing sie zu verspeisen, bis er vor mir davonflog. Übrig blieb heute nur ein weißer Teppich feiner Federn. Etwas weiter, ausgelöst durch ein Hinweisschild auf das hiesige Biotop mit einem Feuersalamander darauf, äußerte ich meinen Wunsch, doch auch einmal live ein solch schönes Tier hier sehen zu dürfen. Etwa 30 Minuten später auf meinem Rückweg geschah dieses kleine Wunder, unweit dieses Schildes. Mitten auf dem Weg saß ein Feuersalamander. Wie bestellt, ruhig abwartend, bis ich immer näher kommend mit einer sehr bescheidenen Handykamera ihn aus nächster Nähe fotografieren durfte, um danach gemächlich im Wald zu verschwinden. Dieser Moment war wie ein Hauptgewinn. Etwas weiter in ca. 40 Meter Entfernung tauchten plötzlich sechs Rehe auf. Ruhig beobachtend ließen sie mich vorbeiziehen. Gleichzeitig offenbarte der Himmel wieder ein dramaturgisches Licht und Schattenspiel, wie in Öl gemalt.

Das war ein intensives Erleben, was für mich nicht stattgefunden hätte, wenn ich mich beeinflusst von der vermeintlichen Regenfront, nicht aus dem Haus getraut hätte. Ist unsere aktuelle Lebenssituation nicht genauso? Treibt es einen nicht unweigerlich zum Vogel-Strauß-Verhalten, wenn man sich zu intensiv und fast ohnmächtig mit den Herausforderungen dieser Welt befasst? Ich weiß, wir haben allen Grund dazu, uns von den Gegebenheiten nicht verblenden zu lassen. Unser Wille, in welche Richtung der Paternoster der Energien uns führen soll, hat eine höhere Bedeutung und Kraft, als uns die dunklen Wolken weismachen wollen. Wir entscheiden mit unserer Aufmerksamkeit über den Fluss der Energien. Wir bewegen uns unweigerlich in energetischen Clustern, die unserem eigenen Denken und Fühlen entsprechen. Die Spiegel des Seins tauchen überall unbemerkt auf. Wenn wir gegen etwas kämpfen, verfangen wir uns in Wahrheit in unserer eigenen Spiegelfechterei. Der Feind sind wir selber – bis zu dem Moment, wo wir erwachen und anfangen zu begreifen, wie die Sprache des Resonanzgesetzes zu deuten ist. Leben spiegelt nun mal unser Innerstes auf eine geheimnisvolle Weise, die sehr viel Übung und Hingabe an uns selbst erfordert, bis wir diese göttliche Sprache mehr und mehr verstehen. Wer sich heute auf die Ebene von Hass, Kampf und Destruktivität begibt, der führt auch morgen noch einen aussichtslosen Kampf gegen die Höllenhunde des Lebens, die so lange da sein werden, bis der Mensch sein Spiegelkabinett entdeckt und verändert. Das Licht ist da. Wir können die dunklen Wolken der Illusion nachhaltig vertreiben, wenn wir den Weg ins eigene Herz beschreiten. Das sieht manchmal nach Niederlage oder aussichtslosem Kampf aus, der scheinbar nie enden will. Das kann über mehrere Leben gehen. Wir leben aber in einer Zeit, in der viele Menschen gleichzeitig reif für ihr Erwachen sind. Dieses Potential gilt es jetzt zu nutzen. Du bist Teil davon, du befreist dich selber, wenn du deinen Weg neu ausrichtest und auch mutig gehst. Die kleinen und großen Wunder liegen auf deinem Weg bereit und wollen entdeckt werden. Der kleine Feuersalamander hat mich berührt – auch um nochmals so einen Text zu schreiben. Es sind vermutlich nicht viele Menschen, die ich damit erreiche, aber vielleicht die Richtigen.

Thomas

Feuersalamander

Dieses Exemplar habe ich an gleicher Stelle entdeckt. Leider sind die Kleinen gerade von einem Pilz bedroht (siehe Spiegel Artikel)