Finanzsystem

Der große Bluff

Über die kommende Abschaffung des Bargeldes und die wahren Könige dieser Erde

Geld ist vermutlich das am intensivsten bewegte Thema auf unserem Globus. Von unseren Grundbedürfnissen wie Nahrung, Wohnen, Gesundheit bis hin zum Luxus, der Motiv für menschliches Streben ist, haben wir so ziemlich alles an das Vorhandensein von Geld geknüpft. Freies Atmen wird derzeit noch nicht besteuert, wer weiß wie lange noch. Was die angeblich unterentwickelten Naturvölker uns dennoch voraushaben, ist dessen Nichtexistenz in ihrem System. Sie leben ganz einfach ohne Geld. Das Kollektiv ist füreinander da, jeder bringt seine Talente ein. Ein für uns absolut unvorstellbarer Zustand? Müssten wir ohne Geld zurück in die Steinzeit? Ich denke nicht. Wir laufen mit Vollgas in eine Zeit hinein, wo wir die Absurdität unseres Geldsystems erkennen müssen – ob wir wollen oder nicht.

Wir leben in einem Paradies und sehen es nicht mehr. Über die Systematik des Geldes haben wir weltweit künstlichen Mangel erzeugt und sind uns dessen nicht mal mehr bewusst. Unser goldenes Kalb hat uns in die Irre laufen lassen. Ich hatte einst ein interessantes Bild in meinem inneren Kino, das die Symbolik des Geldes gut auf den Punkt brachte: Eine wunderbare kleine Insel. Die Menschheit lag tot am Boden. Ringsum war eine paradiesische Natur zu sehen, die alles zum sehr gut Leben bereithielt. Doch der Mensch der Neuzeit starb aus, weil er kein Geld mehr hatte. Dieses vielleicht naive Bild zeigt jedoch, dass wir derzeit als sog. zivilisierte Menschen unfähiger sind, als jedes Naturvolk, das in Unkenntnis des Geldes nicht nur überlebt, sondern vermutlich auch glücklich lebt.

Der Krampf und Kampf um die die totale Kontrolle und Machtausübung in dieser Welt ist faktisch an unser Geldsystem gekoppelt. Der Produktionsfaktor Mensch ist für dieses System nur so lange wertvoll, wie er gleich einem Roboter diese Maschinerie am Leben erhält. Geld atmet uns. Geld ist gespeicherte Energie. Geld wird über unser Bewusstsein erst wertvoll. Erschaffen jedoch haben wir einen Homunkulus, der uns die Luft zum Atmen nehmen wird. Wir befinden uns energetisch in einer kollektiven Geisteskrankheit, die wir als normal betrachten. Unwertes Leben definiert sich hier über das Nichtvorhandensein von Geld. Wir haben kein Problem damit, Menschen verhungern zu lassen. Einmal im Jahr wird selbstgefällig vielleicht ja was gespendet, ansonsten ist Afrika sehr weit weg. Glaubten wir zumindest bislang. Und jetzt kommen sie in Scharen, um uns an etwas zu erinnern, was wir vergessen haben. Geld ist nicht wichtiger als Menschlichkeit. Aber noch bauen wir unsere Hightech-Waffen, um die schwindenden Ressourcen zu plündern. Wir arbeiten in den Fabriken dafür – auf irgendeine Art und Weise – nur sehen wir es nicht.

Die Luft zum Atmen kann uns in unserer Welt des schönen Scheins sehr bald ausgehen. Vielleicht eine notwendige Erfahrung. Das noch unentdeckte Volk irgendwo im Dschungel wird von all dem nichts mitbekommen – hoffentlich. Denn neben dem Galgen Geld gibt es ja noch die schönen Knöpfchen, auf die irgendeiner unserer gewählten Könige im eigenen Ermessen drücken kann. Die echten Terroristen dieser Erde kontrollieren eben beides – in rechtsstaatlicher Arbeitsteilung. Alternativlos – in deren Augen.

Geld ist eine feine Sache – wenn man es als Tauschmittelersatz für geleistete Arbeit einsetzt – und nicht mehr. Eine intelligente Gesellschaft hat selbst diese Variante nicht mehr. Dieser Reifeprozess liegt vor uns. Wir sind ein Leib und viele Glieder – ob wir wollen oder nicht. Diese Welt behandeln wir jedoch wie einen verfaulenden Kadaver – unseren Leib – und versuchen irgendwie zu dem Teil des „Körpers“ zu gehören, der davon profitiert. Ist die Volksseuche Krebs nicht eine Metapher auf uns selbst? Wuchernde Zellen, die sich ihrer Basisfunktion nicht mehr bewusst sind, bringen den ganzen Organismus zum Kollabieren.

Diese Erde bietet echte Reichtümer für jeden. Wenn Geld kostbarer als Leben eingestuft wird, dann steht die Spezies Mensch an einem Scheideweg. Nur gemerkt haben das nicht viele. Der Glaube, dass dieses Zockerspiel schon irgendwie weitergehen wird, kostet uns vielleicht das Leben. Möge der Grabstein aus purem Gold und Diamanten sein. Dann kann Friede einkehren. Vielleicht kommt irgendwann auf seinem Weg aus dem tiefen Dschungel ein Menschenkind an diesem Relikt vorbei und fragt sich, was das für ein seltsam unnatürliches Gebilde ist. Man kann es nicht essen, es riecht nicht gut, es wärmt nicht, es strahlt nur eine seltsame Kälte aus. Vermutlich wird er einen schönen großen Haufen draufsetzen, seines Weges ziehen und sich über dieses friedliche Paradies erfreuen.

Die wahren Könige dieser Erde sind die Menschen, die noch in der Lage sind die echten Werte zu erkennen und zu mehren. Sie haben nichts mit Geld zu tun. Es darf sich ein jeder Fragen, zu welcher Gattung er gehören möchte. Noch eine letzte Vermögens-Rakete abfeuern und als Dünger für die Nachwelt dienen oder lieber doch jetzt aufwachen, um diesem unsäglichen Treiben der kleinen Schar selbsternannter Eliten Einhalt zu gebieten. Es ist kein Spiel. Aufstieg in höhere Dimensionen erlangen nicht diejenigen, die es auf dem Rücken anderer glauben vollziehen zu können. Schweigen ist Zustimmung. Ignorieren ebenfalls. Die einfachste aller Lösungen für den aktuellen Moment, ist das Entziehen der Energie, die wir alle gemeinsam in den Glauben an dieses Geldsystem hineingepumpt haben. Wir werden einen langsamen Ausstieg wählen müssen. Menschliche Reife braucht Zeit. Die Alternativen sind längst niedergeschrieben, teilweise sogar umgesetzt. Die Masse der Menschen, die in der Lage sind aufzuwachen, werden energetisch eine neue Richtung vorgeben können. Es braucht dazu keine Waffen. Die menschliche Energie war in der Lage, über ihre kollektive Akzeptanz diesen Zustand herauf zu beschwören. Also können wir auch gemeinsam den Weg korrigieren. Wecke deinen Nachbarn auf, wenn du es verstanden hast. Es geht auch um dich.

Thomas

Und hier ein aktueller Spiegel-Bericht ein offensichtlich (noch) sehr gesundes Völkchen am bolivianischen Amazonas.

Diese zwei Stunden Vortrag zeigen, wo wir aktuell stehen.
Danke an Hansjörg Stützle (Link zu seiner Seite)



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