Monat: Oktober 2016

Die Reflektion des Ich-Bewusstseins

Über die Manifestationen unserer Zeit

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Wie erreicht man Menschen in einer Phase voller Potentiale, des Wandels, der Auferstehung und der Vergänglichkeit? Muss es immer „Bist du nicht willig, so brauche ich Gewalt“ sein? Ist das wirklich die Sprache Gottes mit seiner Schöpfung?

Glaubt man den eloquenten Unkenrufern, die mit ihrer „herzlichen“ Rambo-Rhetorik gerade den 3. Weltkrieg herbeireden, so hängt unser aller Schicksal am seidenen Faden. Hier sprechen Egos, die sich aus der Aufmerksamkeit ihrer stetig wachsenden Zuhörerschaft nähren. Die Masse wird sich deshalb dennoch nicht erheben können, sie wird wie immer den Weg der Lemminge unbewusst wählen. Da nutzen auch die Hinweise und Vergleiche von Historikern und erfahrener Menschen wenig, die dieses aktuelle menschliche Gebaren vor einer bevorstehenden Zäsur noch aus eigener Erfahrung her kennen: die Zeit vor dem 1. Und 2. Weltkrieg. Das Rad der Geschichte dreht sich weiterhin in einem Dauerlooping – und darin liegt auch eine Chance für das System Mensch.

In der Kindererziehung spielt sich menschliche Evolution im Kleinformat ab. Im Zeitraffer weniger Jahre erlernt das Kind über trial and error und im Idealfall mit guten Vorbildern, wie Leben gelingt. Läuft es perfekt, wächst ein Kind in Liebe und gleichzeitiger Freiheit auf, ohne sich frühzeitig so viele Blockaden einzuhandeln, die späteres Wachstum stark eingrenzen und zahlreiche Loopings, statt Aufwärtsbewegungen erzeugen. Ziehen wir gleich der Karma-Karte den Zahn und sagen, Wiederholungen sind systemisch unvermeidbar, jede Seele hat ihren ganz individuellen Prozess zu durchlaufen. Das ist richtig und dennoch gerade jetzt der falsche Ansatz. Es ist gerade nicht gut so, wie alles ist.

Unsere Epoche lässt sich nicht einfach schematisch gleichsetzen mit der Phase vor gut hundert oder fünfundsiebzig Jahren. In der Zwischenzeit hat ein globaler Bewusstseinswandel stattgefunden, der seine Früchte zeigt. Nur verläuft das Anschalten des inneren Lichts nicht im Gleichschritt. Der Bewusstseinsgrad der 7.000.000.000 ist sehr unterschiedlich ausgeprägt und aus diesem Grund kann die breite Masse gar nicht anders, als dem Sog des Mainstreams schweigend zu folgen. Die Knute aus Krankheit, Hoffnungslosigkeit, Geldmangel, Ohnmacht, Desinteresse, Wohlstandsgebaren etc. ist sehr mächtig. Es wird gewartet auf einen Messias, auf einen, der weiß wie man´s macht oder besser noch für uns tut, der per Zauberformel alles in paradiesische Dimensionen befördert. Diese Hoffnung erzeugt letztlich nur noch mehr Hoffnungslosigkeit. Ein gesundes Kleinkind, das gerade das Laufen erlernt, wird auch nicht einfordern weiterhin im Kinderwagen geschoben zu werden bis es 18 Jahre ist, um dann nahtlos ins eigene Auto umzusteigen. Der nächste Baum dürfte mangels Training nicht lange auf sich warten lassen.

Wer möchte, der halte für den irrationalen menschlichen Lemming-Looping-Lauf eine einstige genetische Manipulation für die Wurzel des Übels. Ein eingepflanztes menschliches Gebrechen, dass Ausbeutung und Unterdrückung als normal erscheinen lässt. So einfach beweisen lässt sich das leider nicht. Was aber von jedem spürigen oder hellsichtigen Menschen registriert werden kann, ist die allseits präsente Kraft des polaren Gegenspielers, der dunklen Kraft auf Erden, die unser polares Spiel unaufhörlich anfeuert. Leider gibt es da nicht sehr viele Menschen, die das so erfassen können. Die Unglaubwürdigkeitskarte macht hier ihren Stich. Der größte Schachzug des „Teufels“ war die Verbreitung seiner Nichtexistenz. Verteufeln brauchen wir dennoch nicht diese dunkle Kraft, die zur Aufrechterhaltung des Polaren eine Notwendigkeit darstellt. Diese dunkle Kraft ist schlicht ein Teil von uns selbst. Leider erkennt der unbewusste Mensch im Außen sein eigenes Spiegelbild nicht. Die energetischen Dämonen, die ihr Unwesen im Verborgenen ausagieren können, sind unsere eigenen „Kinder“, die wir mit unserer Gedanken, Worten, Taten, Gefühlen täglich gebären und nähren. Der göttliche Spiegel macht auch das möglich. In unserer aktuellen Phase rücken Ursache und Auswirkung immer dichter zusammen. Unser Alltag, die explosive Stimmung und Realität im Außen dokumentieren das. Die rosaroten Inseln der Glückseligkeit, in der einige verweilen, werden gerne über das Ausblenden erzeugt. Ausblendung erzeugt jedoch „freie Positionen“, die von Kräften besetzt werden, die nicht das Wohl des Menschen im Sinn haben. Diese Ausblendung oder auch Unbewusstheit nährt sich über sog. Erfolg, Geld, Drogen, Sex, religiöse oder esoterische Philosophien, Macht, den lieben und hilfsbereiten Menschen „spielen“, Verurteilung von sich und anderen etc.

Man kann Polarität auf zwei Positionen oder Grundzustände reduzieren: Liebe und Angst. Diese Zweiteilung aus dem göttlichen Ursprung ermöglicht jede Variante von Gegensatz. Alles bedingt sich aus sich selbst heraus. Es gibt kein Licht ohne Schatten……… innerhalb des Polaren. Licht ist jedoch der Ursprung von allem, was ist außerhalb des Polaren. Licht „bedingt dort“ keinen Schatten. Schwer zu verstehen, unser Verstand kennt nur polare Zustände. Eine Illusion des Polaren gaukelt unserem Verstand eine Realität vor, die nur in unseren Köpfen existiert und sich im Außen manifestiert. Wir sind alle zusammen kleine Schöpfer, die gerade an ihrer großen Schöpfung verzweifeln. Angst macht das möglich.

Es genügt eine kritische Masse, der 100. Affe, um die Potentiale unserer Zeit zu nutzen. Wie das geht? Internetaufrufe, gemeinsame Gebete und Meditation waren bislang zu schwach in ihrer Nachhaltigkeit. Das Interesse der Menschen schwindet, sobald sich der gewünschte Erfolg auch im eigenen Leben nicht einstellt. Die Lösung nach meiner Erfahrung liegt in uns, im ICH. Wer sein ICH auf die Kraft der Liebe auszurichten vermag, seine dunklen Ängste ins Licht führt, statt sie zu verdrängen, der ist automatisch Teil einer kritischen Masse, die sich unbemerkt vernetzt und ihre Wirkung im Außen erzeugt. „Das Kehren vor der eigenen Haustüre“ erzeugt diesen Effekt. Machen das viele, kommen immer mehr Inseln des Lichts zum Vorschein.

Die Kritik am Gegenüber, am System ist nur bis zu dem Moment fruchtbar, wo das ICH eine innere Basis der Liebe vorzuweisen hat. Alles was überwiegend auf Angst basiert, erzeugt im Außen nur neue Angst. Auch hier ist der 100. Affe wirksam – unser Außen feuert das uns gerade um die Ohren. Der göttliche Spiegel ist da unbarmherzig. Er reflektiert nur das, was wir als Erstursache einbringen. Unsere Welt im Außen zeigt sehr unmissverständlich, wo wir alle stehen – in unserem Innersten. Wir alle haben aus Angst dem Verstand die Macht überlassen. Unser Verstand nährt unsere Egos und verschließt unsere Herzen – sehr raffiniert, sehr intelligent. Kaum einer ist frei davon.

Bis zu diesem Punkt ist vielleicht tatsächlich alles gut so, wie es ist. Das WIR hat eine gemeinsame Erfahrung gemacht. Nur wollen WIR auch diesen Weg so weitergehen? Ich treffe überwiegend auf Menschen, die die Veränderung suchen. Diese Veränderung beginnt jedoch in uns – nur in uns. Wir können dazu das polare Spiel verlassen, indem wir es nicht unbewusst nähren mit unserer Angst. Es ist unserer Fähigkeit zu Liebe, die JETZT die Veränderung herbeiführt. Sie beginnt mit Selbstliebe. Sie breitet sich irgendwann auch auf unsere Nächsten aus. Das kann man nicht machen. Es entsteht langsam ein Prozess des SEINS. Eine Metamorphose, die das Alte nicht verleugnet und das Neue nicht verherrlicht. Alles ist gut so, wie es ist, wenn wir unseren eigenen Schattenseiten in Liebe begegnen können, sie ins Licht führen und anderen Menschen so ein lichtvoller Wegweiser sein können, sofern sie das bereits erfassen können. Die polaren High Roller werden ihr Spiel auch weiterhin zocken – bis zum bitteren Ende. In der Politik, in der Wirtschaft, im heiligen Krieg, bis in die kleinste Einheit hinein, in den Familien. Jeder ist polar so lange unterwegs, bis er begreift, dass es eine Alternative dazu gibt.

Eine Spiegelfechterei geht immer so aus, wie es dem Bewusstsein des Protagonisten entspricht. Wer zum Schwert greift und den „Feind im Außen“ tötet, hat sich im gleichen Moment selbst um die Ecke gebracht. Da vor dem göttlichen Spiegel alles zeitversetzt abläuft, braucht es einige Mutige, die dem Zerrbild erzeugt aus Angst standhalten und nicht sofort wieder in einen aussichtslosen Krieg ziehen. Das gelingt den Menschen, die ihr Gefühl wieder zulassen, die bereit sind ihre wahre Rolle abseits des Egos einnehmen und ihr Herz wieder sprechen lassen. Allein diese Haltung erzeugt vor dem göttlichen Spiegel Resonanzen, die auch andere Menschen erreicht und sich so vervielfältigen kann. Wer es schafft in seinem eigenen Leben Frieden zu erzeugen, ohne die Faust in der Tasche heimlich zu tragen, der verlässt auch das Energiefeld der Angst. Wer begreift, dass Übervorteilung und Manipulation anderer Menschen ein Betrug an sich selbst ist, versteht das WIR-Prinzip und befreit sich so aus dem kollektiven Spiel der Lemminge. Wer in sich den göttlichen Funken wieder fühlt, ohne sich als neuen Guru zu betrachten, der kann als Lebenslehrer ein Vorbild sein. Die Antworten auf die jetzt gefragten Lösungen liegen alle vor uns, jeder Mensch trägt dazu bei. Unsere Angst vor anderen Menschen ist riesig. Diese kollektiv erzeugte Angst nährt genau die Menschen, die letztlich in der Lage sind Angst und Schrecken in diese Welt zu bringen – aus ihrer eigenen Angst und deren Verblendung heraus. Ein Teufelskreislauf, den DU jetzt durchbrechen kannst. Reflektiere dein ICH aus der Liebe heraus und du manifestierst Dinge in dieser Welt, die dich erfreuen werden – früher oder später. Dort wo du lebst, bist du jetzt gefragt, mit deinen Taten und deiner neu aufgestellten inneren Haltung.

Die Sprache Gottes ist die Reflektion unseres Ich-Bewusstseins. Zeigen wir mit dem Finger auf die Übeltäter im System ohne eine Basis der Liebe in uns zu tragen, nähren wir genau das, was wir verurteilen. Übertragen wir diese Erkenntnis in unser eigenes Leben, erkennen wir mehr und mehr die dunklen Stellen, die in unserer eigenen kleinen Welt Zustände manifestieren, die wir gar nicht wollen. Der Grad unserer eigenen Bewusstheit spiegelt sich in allem, was wir jeden Tag erleben. Das zu erkennen und umzusetzen ist eine riesige Herausforderung für jeden Menschen. Gemeinsam geht das deutlich leichter. Auf uns alle wartet eine Qualität von Leben, die nur gemeinsam erobert werden kann. Auch das „sehe ich jeden Tag“ – greifbar nahe. Die Repräsentanten der Dunkelheit kämpfen – aus Angst um ihr Überleben. Die, die das Licht bereits sehen und verinnerlichen, reflektieren und nähren sich aus der Kraft der Liebe und ziehen die an Bord, die bereit dafür sind. Nur aus dieser neuen Position heraus lässt sich die Spreu vom Weizen trennen. Dieses Wunder kann sich jetzt jeder in sein Leben ziehen: mit Freude und Lust auf eine neue Qualität von Leben, die nicht ausgrenzt, sondern gleich der Sonne bedingungslos ausstrahlt – von Herzen.

Ich widme diesen Text all den Menschen, die genau das schon lange Zeit leben – unerkannt, unbemerkt und dennoch eine wichtige Stütze im System Mensch. Danke.

Thomas