Das WIR Prinzip

Über die Erschaffung der aktuellen Ereignisse

Nizza, Türkei, Würzburg, USA, die Welt – unser Leben eskaliert ganz plakativ und dennoch sehr subtil – all das ist immer noch weit weg – noch. Einige wenige Menschen sind in der Lage, ein System kopfstehen zu lassen. Sind sie nur unsere eigenen systemischen Handlanger, die das ausagieren, was die Mehrheit in ihren Herzen und Gedanken trägt? Ein Donald Trump ist offensichtlich die Verkörperung unserer gesellschaftlichen Entwicklung: die Lüge, der Selbstbetrug, die Show der Oberflächlichkeiten, die Herzlosigkeit, das goldene Kalb Geld, Machtmissbrauch, Demagogie. Es gibt auch hier keine Zufälle: diese Welt bringt nur das zum Vorschein, was wir alle zusammen selber produzieren. Schweigen und zuschauen zählt auch dazu.

All das ist nur ein harmloser Anfang von einer Entwicklung, die später niemand hat vorhersehen können – angeblich. Die Gleise sind gelegt in eine Zukunft, die nur einer kleinen elitären Gruppierung zum Wohle dienen wird – noch extremer als heute schon. Oberflächlich betrachtet will das die breite Masse alles nicht. Jedes Gespräch in unserem eigenen Umfeld kann das bestätigen. Die Extremisten sind nur da draußen. Die Vollpfosten sind immer die anderen – man selber ist edel und gut, hat den Durchblick gepachtet, steht über den Dingen. Wir alle sind jedoch kleine Donald Trumps, die sich ihre Wahrheit zurechtbiegen und mehr oder weniger vehement unser dünnwandiges Ego-Gebäude relativer Wahrheiten stützen, um es vor dem Einsturz zu bewahren.

Unsere tägliche Selbstgefälligkeit, unser Dogmatismus, unsere Lethargie, unser Suchtverhalten, unsere Exzesse in allen Lebensthemen, unsere verdrängten Ängste, unser komplett geldmotiviertes Handeln, Denken, Fühlen – die Liste ist sehr lange – auch in den Reihen der Gutmenschen und selbsternannten Lichtgestalten. Der Schönredner in uns und auch der Schwarzmaler sind verblendete Wesenszüge, die Angst vor ihrer eigenen Wahrheit haben. Was sich da gerade zusammenbraut, kann und darf nicht sein. Und dennoch kommen diese verdrängten Dämonen wie Pilze an die Oberfläche. Ja – der göttliche Spiegel ist da unerbittlich. Nur verstehen oder wahrhaben können das nur wenige Menschen. „Das kann so nicht sein, ich weiß doch, wer Schuld daran hat, esoterischer Blödsinn“.

„Alles ist gut so wie es ist“ mag global betrachtet richtig sein.
„Wir machen alle nur Erfahrungen auf Erden, die jeder ganz für sich persönlich braucht“. Auch richtig.
„Die Erde bleibt immer dieser eigenwillige Ort, an dem Schönheit und Lebensdramen sich die Klinke in die Hand geben – Polarität eben“. Auch ok.
„Der ultimative Aufstieg steht kurz bevor“. Die esoterische Variante von Godot.

Unser freier Wille, unsere Fähigkeit zur kollektiven Manifestation, unsere außergewöhnliche Fähigkeit fühlen und lieben zu können, unser spirituelles Zentrum, das Herz – all das liegt förmlich im Dreck des Daseins. Schaltet man den TV / PC an, fällt einem dieser Dreck energetisch in die Wohnung. Wir vergiften uns täglich mit unserer eigenen Saat. „Nein – ich nicht – ich lebe ganz anders“ – mag sein. Aber die, die bereits anders leben, weil sie für sich etwas begriffen und transformiert haben, gehören dennoch zu dem WIR-Club. Ein Leib und viele Glieder eben – auch hier findet sich die Polarität wieder – wir bedingen uns gegenseitig.

Es geht hier weder um Vorwurf oder Anklage. Mit dem Finger auf irgendwen zu zeigen, funktioniert nicht – ein Leib und viele Glieder eben. Wir zeigen nur auf uns selbst. Wir alle sind Teil eines Systems, das uns alle gemeinsam widerspiegelt – ob wir wollen oder nicht. Es gibt kein „das betrifft mich nicht, das sind die anderen, ich bin auf einem guten Weg“. Ja – da gibt es sehr viele Menschen, vielleicht sogar fast alle, die das Gute suchen und glauben das zu erschaffen. Und dennoch ist der eigene kopfstehende Mephisto nicht weit weg – jeder erschafft sich seine eigene Hölle und manchmal sieht er sie nicht einmal. Wenn wir das Gute wollen, müssen wir es vor dem „Spiegel des Lebens“ vorleben.

Ein Leib und viele Glieder erklärt sich idealer Weise über unseren eigenen Körper. Jede Zelle – jeder Mensch – ist Teil eines sich bedingenden Systems. Eine Wertung ist nicht möglich. Das Herz, unser Motor, mag systemrelevanter als die kleine Fußzehe sein. Und dennoch gehört alles zusammen – unsere Fähigkeit zu fühlen zeigt uns das. Das erklärt uns die Sprache der Krankheit. Ein kleiner Schnitt in den Finger kann unseren ganzen Alltag verändern und dominieren – der Schmerz erhält 100 % unserer Aufmerksamkeit. Ist deswegen unser Leben in Gefahr, wird die Tauglichkeit unseres Körpers deswegen in Frage gestellt? Natürlich nicht. Aber im Moment des Schmerzes spielt das alles keine Rolle. Wir empfinden nur noch Schmerz.

Diese Erde erlebt auch gerade einen intensiven Schmerz. Alles gerät in Aufruhr, vieles wird in Frage gestellt. Ist deswegen das Menschsein – unser Leben – zum Scheitern verurteilt – muss alles noch schmerzhafter werden? Ein klares Nein.

Wenn ein Mensch die Basis seines Seins verliert, wenn sein Herz verschlossen ist, der Verstand und sein Ego ihn in einen Überlebensmodus führen, dann kommen Ergebnisse zum Vorschein, wie die unserer Epoche. WIR sind gerade auch unser eigenes Krebsgeschwür, eine Zelle, die ihre Basisinformation „wer bin ich“ verloren hat. Chaotischer Wildwuchs entsteht, der ein System ins Lebensbedrohliche ziehen kann, wenn zu viele dieser Zellen auftauchen. Wie in dieser Welt.

Menschen, die keinen oder nur wenig Zugang zu ihrem Herzen haben, entwickeln sich gleich einer zerstörerischen Krebszelle, die das ganze System zu vergiften vermag. Ist deshalb die Krebszelle das alleinige Übel, das es zu vernichten gilt? Sicher nicht. So wie Krebs eine Sprache des Körpers mit Signalwirkung ist „ Hallo – wache endlich auf – es ist fünf vor Zwölf – du lebst schon zu lange gegen dich“, so verhält es sich auch mit unserem Menschsein. Wir treiben schon zu lange ein übles Spiel mit uns selbst. Das WIR ist hier entscheidend.

Man muss der Philosophie „Ein Leib und viele Glieder“ nicht folgen. Man kann alles auch aus einer egoistischen Persönlichkeitsentwicklung heraus betrachten – jeder ist eben nur für sich selbst verantwortlich. Dass dieses auch ein fataler Selbstbetrug sein kann, sieht man allerdings schon an der Abhängigkeit eines jeden Einzelnen von einem funktionierenden Gesamtsystem. Das Geld auf dem Konto haben, den Strom aus der Steckdose beziehen, mal eben shoppen gehen und die Welt da draußen sein lassen, wie sie ist. Geht das langfristig gut und funktioniert das für jeden von UNS? Sicher nur nach dem Modell „Wir sitzen alle in einem Boot – die einen rudern, die anderen fahren Wasserski dabei“.

Das WIR entscheidet gerade über sich selbst. Unser Körper hat einen sehr effektiven Selbstheilungsmechanismus. Dieser funktioniert umso besser, wie der Mensch in der Selbstliebe und Selbstachtung ist und sich selbst die Aufmerksamkeit zuteilwerden lässt, die es gerade braucht. Wer sich in den Finger geschnitten hat, wird wohl kaum noch mit dem Hammer draufhauen, um den Zustand zu verbessern. Der Mensch jedoch wirft Bomben, er haut drauf und wundert sich, dass nur noch mehr Schmerz entsteht. Von besonderer Klugheit zeugt dieses Verhalten nicht.

Das Volumen des eigenen Bankkontos erzeugt eine Scheinsicherheit und gilt als Ausdruck von besonderer Leistungsfähigkeit – Erfolg genannt. Mit Egoismus, Hass und Aggression verhält es sich ähnlich. Diese überschäumende Emotion vermag einen Menschen völlig verblendet einen Irrweg gehen lassen und das im Glauben, absolut das Richtige zu tun. Die Außenstehenden schauen nur fassungslos zu und verstehen nicht, was gerade geschieht. Jeder Krebspatient kennt dieses Gefühl. Warum ich? Was habe ich denn falsch gemacht?

Das WIR besitzt die Fähigkeit zur Selbstheilung. Dazu muss man sich aber als WIR verstehen. Im Alltag, zu Hause, am Arbeitsplatz, überall. Das WIR kann achtlos aneinander vorbeigehen und die Spinner da draußen machen lassen – bis zum Tag der „globalen Erkrankung“. Wenn das System plötzlich ins Wanken gerät, spürt jeder, dass es ein WIR gibt. Spätestens dann, wenn das geliebte Bankkonto die Energie, auf die alle bauen, nicht mehr hergibt, wird das WIR im Außen genauer angeschaut. Das WIR wird dann um Hilfe gebeten, dass große Jammern ist angesagt.

Wenn eine Karikatur des Kapitalismus wie Donald Trump zum mächtigsten Mann dieser Erde avanciert, dann sollte das WIR sehr schnell reagieren. Ein passender Sonnensturm und der Strom ist weg, die Show ist vorbei – global. Ob Gott sich so in unser Spiel einmischt? Vielleicht – vielleicht aber auch nicht.

Im Moment scheint es so, als bräuchten wir diesen Donald. Unser kleines Entenhausen will wachsen und etwas erwachsener werden. Das WIR holt sich immer die Führer an den Spieltisch, die das Rad der Geschichte dem globalen Bewusstsein entsprechend nach vorn treiben – Mephisto lässt grüßen. Vorne lag allerdings in der Vergangenheit mehrheitlich an sehr düsteren Orten.

Solange der eigene Kühlschrank voll ist und das WIR für den eigenen Vorteil da ist, kann man sehr locker über den Dingen stehen. Das gilt auch für alle spirituellen Betrachtungsweisen, die spätestens dann zusammenbrechen, wenn das WIR die persönliche Komfortzone nicht mehr hergibt. Egoismus ist kein guter Ratgeber – Selbstliebe schon.

Wer sich selber lieben kann, wird auch auf andere diese Liebe übertragen können. Daraus nährt sich das WIR, es gesundet an dieser Liebe. Es ist genau diese Liebe eines jeden Einzelnen, die jetzt gebraucht wird, die ein krankes System heilen wird. Wer sich selber liebt, diese Liebe verschenkt, wird auch von einem gesunden WIR profitieren. Wer sein Handeln jedoch rein profitabel ausrichtet, Kosten und Nutzen abwägt, die Faust zur Sicherheit jederzeit bereithält, und im Spiegel seines Egos nur ein ICH erkennt, der wird auch erleben müssen, dass es kein persönliches Glück ohne ein gesundes Kollektiv geben kann.

Die Illusion der Getrenntheit von Gott – dem großen WIR – wird gerade im Menschsein erneut auf die Probe gestellt. Zu welchem Preis wollen wir alle, jeder einzelne für sich, dieses Getrenntsein weiterhin aufrechterhalten? Das WIR ist nur ein Angebot an uns alle.

Ein gesunder Körper/Geist ist vielleicht das größte Glück im Menschsein. Wir erklären uns darüber gerade selber das Spiel des Lebens. Wir haben die Wahl und das jederzeit!

Energie folgt immer unserer Aufmerksamkeit.

WIR manifestieren über unsere Gedanken, Worte , Taten und Gefühle ein Welt, die WIR entweder hassen oder lieben. Das WIR ist ein Schöpfungsprinzip, das dem Individuum jeden Freiraum zur Persönlichkeitsentwicklung läßt, geborgen in einem Kollektiv, daß alles nährt und bewahrt.

Thomas

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5 Kommentare

  1. Lieber Thomas

    ….erstmal vielen,vielen Dank für deine Seite und deinen mutigen Selbstausdruck ,die Energien
    unserer Zeit mit Worten greifbarer werden zu lassen…
    Für mich steht grad im Vordergrund aus dem „GUT oder BÖSE“ denken und fühlen einen
    Ausweg zu finden ,und nicht nur in einem klugen Satz ,sondern wie kann ich es wirklich,wirklich
    tiefer verstehen und tiefer in mir „aufräumen“. Dabei spüre ich erstmal wie stark diese Prägung
    ist (wahrscheinlich bis in Zellebene) sich entscheiden zu müssen (was ja im Praktischen auch
    sein muß)…………..und dabei vorher zu versuchen „richtig“ oder „falsch“ zu bewerten.
    Ich glaube ,es ist auch sehr sehr wichtig zu spüren ,wie tief uns dies gelehrt wurde…..um es
    wirklich bei sich selbst ins Gewahrsein zu bekommen ,um es ersteinmal ganz bewußt in immer
    mehr Situationen mitzubekommen ,wo ich in diesem Sinne stetig „trennend“ tätig bin.
    Und dann? Worauf richte ich dann die neue Aufmerksamkeit?
    Erst einmal: Ich nehme es wahr ,daß ich gerade eben wieder gewertet habe…..und sage in
    Selbstliebe :Ah ja ,okay….da is es wieder…okay!
    Und als nächstes oder beim nächsten mal: JETZT bringe ich mich zum Ausdruck….so wie ich
    es halt grad kann….
    Um damit vielleicht mitzuhelfen einen kleinen Trampelpfad durch diesen aktuellen Zeitenurwald
    mitanzulegen für die Idee ,daß
    JEDES Individuum ,und am besten so jung wie möglich, die Möglichkeit erhält ,in seinen Selbstausdruck hereinzuwachsen…..er/sie/es sich dann so in Freude/fülle/Selbstliebe lebt,
    daß es…..irgendwann….keine Notwendigkeit mehr gibt ….etwas als Richtig/Falsch einzuordnen,
    da jede(r) „in sich selbst richtig ist“.
    Mein Versuch meines kleinen (oder vielleicht auch ganz großen) Beitrags:
    Ich höre auf ,zu versuchen „gut“ zu sein………………. sondern versuche „authentisch“ zu sein.
    Ich höre auf ,zu versuchen „nicht böse“ zu sein…….
    Ich versuche die Vollkommenheit meines „ICH BIN“ in meinen menschlichen Ausdruck zu
    bringen UND meine Unvollkommenheit als menschliches „ich bin“ in Selbstliebe anzunehmen.
    Und ich versuche rechts und links von mir einen Raum zu gestalten ,in dem meine Mitmenschen
    …..die gleiche Möglichkeit haben…
    Das ist meine „Vision“
    herzlichst
    Dakma

  2. hallo lieber thomas– zu deinem artikel paßt das letzte video (youtube) von Matt Kahn. bevor ich ihn „gefunden habe“, hat der satz: alles ist genau richtig so wie es ist oder ähnliche kluge sprüche in mir hilflosigkeit und nicht verstehen können ausgelöst. vielleicht paßt seine……. – ich weiß kein wort dafür- auch für dich– alles liebe elke

  3. Wenn es wahr ist
    dass 3% von uns genügen, eine andere Schwingung auf dieser Welt zu erzeugen
    dass 3% von uns genügen, wenn sie sich das alles in den Medien nicht anschauen und damit die schwarze Energie verstärken
    dass 3% von uns genügen, wenn sie sich stattdessen mit positiven Gedanken und positivem Tun zu einem Teil der Lösung machen.
    dass 3% von uns genügen, wenn sie all die Wege von Angst verlassen und überlegen, was sie tatsächlich wollen und brauchen, den Rest loslassen,
    dass 3% von uns genügen, wenn sie in Verbindung mit Selbstliebe und dem Göttlichen sind,
    dass 3% von uns genügen, ……

    Pardon, ich konnte nicht früher kommentieren, denn ich war mit meiner Übersetzung und mit dem Sprechen beschäftigt…..

Kommentar verfassen - trau Dich + drücke Dich aus - Freischalten kann einige Std. dauern - sonnige Grüße Thomas

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