Monat: März 2015

Teamspiel – die Eintrittskarte in die neue Welt

Deine Talente und deine Familie erschaffen die neue Welt -Über das Märchen vom Aufstieg, der Macht des polaren Gegenspielers und den aktuellen Dramen in dieser Welt

Alle rot unterlegten Textstellen beinhalten Links zum Anklicken.

Gibt es talentfreie Menschen? Eine gerne gebrauchte Unterstellung von den Menschen, die sich für auserwählt und hochbegabt halten und in Wahrheit vor anderen so ihre eigene Unzulänglichkeit verschleiern. Das sind die Ego-Bolzen, die sich in jeder Gruppierung von Menschen finden lassen und für die Teamspiel nur bedeutet: „ihr seid meine Bühne und Komparsen, ich bin der Superstar, der spielt und ihr seid das Team, das schuftet“. Gibt es also Menschen, die nicht systemrelevant und jederzeit austauschbar sind?

Auf den ersten Blick kennt natürlich jeder einen solchen talentfreien Zeitgenossen, der als Doppel-Linkshänder beim Milchholen noch das Geld verbiegt. Wir können auch gleich zur Sache kommen und uns die Frage stellen, warum Dummheit nicht als Krankheit eingestuft ist? Unsere Sozialsysteme wären dann weltweit pleite – nicht existent. Der Mensch müsste sich selber einweisen und als unheilbar klassifizieren. Beim Casting „Erde 5.0“ durchgefallen.

Das intellektuelle Fallbeil der herrschenden Schicht hat dieses Thema jedoch sehr elegant gelöst. Von der eigenen Unfähigkeit lenkt man am effektivsten ab, indem man nur schnell genug der Unterschicht ein Etikett „Mensch 2. Klasse“ verpasst, ihn möglichst in Unkenntnis und Armut verweilen lässt und ihm klarmacht, dass wir alle in einer Leistungsgesellschaft leben, die nur dann funktioniert, wenn alle mit anpacken, brav konsumieren und jeder seiner „Pflicht“ nachkommt. Und tatsächlich – wir sitzen alle in einem Boot – es gibt nur diese eine Erde. Von außen betrachtet erkennt man jedoch: viele rudern sehr angestrengt, um einer kleinen Zahl von Menschen das Wasserskilaufen zu ermöglichen. Wirklich clever. Nur wie lange noch – kann Leben so auf Dauer gelingen?

Übertragen wir einmal dieses Bild auf unseren Körper.

Es gibt da ein paar Zellen in uns, die sind einfach die Krone der Schöpfung. Diese Zellen sind sehr schnell und in der Lage ein neuronales Feuerwerk abzufackeln. Sehr beeindruckend für alle anderen Zellen. Diese Zellen sind auch noch ganz oben angesiedelt – sie bilden den Kopf des Systems Mensch. Knapp darunter beginnt dann die 2. Klasse. Funktionierende Einheiten, die nur dazu da sind, brav und schweigsam ihren Dienst zu verrichten, damit „Masse Grau“ ihr Spielchen treiben kann. Irgendwann kommt dann der Moment: Diagnose Krankheit – die 2. Klasse geht in den Warnstreik – so nicht mit uns! Spätestens dann, wenn der Warnstreik so intensiv ist, dass er sich nicht mit einem Taschentuch wegwischen lässt, offenbart sich die wahre Hilflosigkeit dieses Superhelden dort ganz oben. Der Verstand schafft das, was kein anderes Organ beherrscht: gegen die eigene Natur zu leben, ein ganzes System wider jede Vernunft zu zerstören. Meist ganz langsam, aber letztlich sehr effektiv.

Szenenwechsel in das Außen – in unsere vom Verstand erschaffene Welt.

Mit genug Geld kann man jedes Ziel erreichen. Wer die Macht hat, kann den ganzen Globus in die gewünschte Richtung steuern. Wer über die effektivsten Waffen verfügt, bekämpft jedes „menschliche Fehlverhalten“ an jedem Ort. Dazu ist Grips ohne Herz erforderlich. Unsere klügsten Köpfe sitzen in der Finanzindustrie, in Hightech-Firmen, in der Politik. Und die ganz Cleveren lassen arbeiten – in jeder Branche. Der Blick auf den Kontostand ist gleichzeitig der Gradmesser der eigenen Macht und Genialität. Strippen ziehen – die Erde als eine Art Marionettentheater benutzen, um das eigene Ego zu erfreuen. Diese gottähnliche Position ist endgeil. Spannend wird es erst dann, wenn auch diese Kaste Mensch begreift, dass auch sie nur Mittel zum Zweck ist: für ein Spiel im Spiel. Wenn aus heiterem Himmel eine Passagiermaschine scheinbar mutwillig gegen einen Berg geknallt wird, dann kommt Angst hoch. Wer trägt Schuld? Ist es wirklich der Mensch oder eher eine Kraft, die Menschen manipuliert, an ihren Schwachstellen packt, sie in Angst und Wahn treiben kann. Wer wird der Nächste sein? Wem kann man noch trauen? Wenn der eine Kriegsschauplatz nicht richtig zündet, es wird sich sehr schnell eine andere Gruppierung finden, die „offen genug dafür ist“ es endlich richtig krachen zu lassen.

Zurück zu unserem Körper.

„Bist du nicht willig, so brauche ich Gewalt“ ist die Sprache eines übermächtigen Gottes, der den Mensch leiden lässt. Irgendwann kommt der Moment – selbst für die elitären Strippenzieher – da erreicht uns diese Gewalt in Form einer unheilbaren Krankheit. Von Demenz bis Krebs – die Palette ist reichhaltig.

Nun – ist es wirklich der Oberstrippenzieher Gott, der uns ständig dieses Irrsinnsspiel unterjubelt? Ich glaube nicht. Gott schaut einfach nur zu. Er beobachtet seine Schöpfung – sich selber – und wartet auf das große Wunder der sich öffnenden Herzen.

Das Kommen und Gehen auf Erden ist ein ewiger Kreislauf. Der Mensch hat das Drama gewählt – vielleicht um auf diese Weise die Sehnsucht nach einer besseren Welt erleben zu dürfen. Nur – Sehnsucht alleine macht auf Dauer nicht satt. Wann hat der Mensch endlich sein eigenes Spiel mit sich selber satt? Wenn alles polar ist und wir immer die Wahl haben zwischen mindestens zwei „Wegen“- wann erwachen wir aus unserem Drama und wählen die andere Alternative – die des Herzens? Nach unserem Ableben? Sinnlos – zumindest für das System Erde.

Das Herz, die Liebe, ist der alternative Weg – auf allen Ebenen unseres Seins – besonders aber in der verkörperten Form des Menschseins. Ein Mensch, der seinen Verstand in die Schranken verweist und seinem Herzen wieder die Führung überlässt, der gehört zu den Erwachten dieser Welt. Auch er verlässt irgendwann diese Welt – aber er geht in Frieden. Und er hinterlässt eine Welt des Friedens, zumindest in seinem kleinen Umfeld – seiner Familie, seinen Freunden.

Soweit – alles bekannt. Zurück zum roten Faden.

Jeder Mensch – ausnahmslos jeder – besitzt Talente, Begabungen, Fähigkeiten, die ein anderer Mensch benötigt. Die Notwendigkeit zum Teamspiel ist dem Menschen bereits in die Wiege gelegt worden. Keiner kann ohne den anderen in dieser Welt. Die Unvollkommenheit des Einzelnen wird kompensiert durch die Stärke des Teams. Begriffen hat das der Mensch bis heute nicht. Der Mensch selektiert sich selber nach Noten während der Ausbildungsphase – der Verstand und das Ego verschmelzen. Danach kommt der Geldbeutel, die richtige Familienzugehörigkeit oder Kaste, das Aussehen und vielleicht noch das ein oder andere herausragende Talent. Nach diesem Prinzip bleiben 99% der Menschen auf der Strecke und das Schärfste daran ist: dieser Zustand, dieses System wird fast klaglos akzeptiert – es erscheint als normal. Nur ist es das nicht!

Wir müssen nur aufhören, uns gegenseitig zu klassifizieren – talentfrei = Müllmann und hochbegabt = Präsident der Erde – und uns Etiketten umzuhängen. Auf diese Weise verschleiern wir gegenseitig das, was wir füreinander haben. Wir berauben uns selber um etwas, was wir sofort und kostenfrei bekommen könnten – von unseren Mitmenschen. Stattdessen haben wir das Geld erfunden, um das uns selber Fehlende irgendwo teuer einkaufen zu können. Das Etikett muss nur stimmen – unseren Verstand beeindrucken. Dieses dämliche und hochkomplexe Spiel wird langweilig – es bietet uns allen nicht die ersehnte Alternative. Und das Verrückte daran ist: das Spiel funktioniert nicht einmal. Die Ego Produkte unseres kläglich kleinen Verstandes haben die Welt – uns Menschen – genau in diese kranke Position gebracht. Und wir spielen so weiter, als gäbe es diese simple, aber effektive Alternative nicht. Der Weg des Herzens beinhaltet all das, wonach der Mensch ständig sucht. Die Hingabe an uns selber führt uns genau zu diesem „Goldstück“, dass wir überall gesucht haben und bisher nicht fanden. Aber im entscheidenden Moment – gerade jetzt – da erfasst den Menschen wieder die Angst, der Unglaube und der Zweifel machen sich breit, Starre tritt ein. Und dort wo die Angst regiert, dort hat der polare Gegenspieler ein leichtes Spiel. Wie viele Dramen in dieser Welt wollen wir uns alle noch ansehen und heiß diskutieren, bis diese so simple Lösung sich verbreitet?

Als Gott den Schlüssel der Erkenntnis versteckt hat, hat er genau den Ort gewählt, an dem der Mensch zuletzt nachschauen würde – du weißt jetzt, wo du suchen darfst…

Menschen zu klassifizieren, sie dementsprechend zu behandeln, zu entlohnen, sie in Ghettos von Armut oder auch Reichtum zu stecken, als dumm, faul, brillant, bildschön, potthässlich, nicht lebenswert zu klassifizieren und und und – all das ist das Ergebnis eines kranken Verstandes, dem das Herz nicht zugänglich ist und sich für die Krone der Schöpfung hält. So wie unser Körper auf jede gesunde Zelle angewiesen ist, genauso ist auch das System Mensch auf jeden einzelnen Menschen angewiesen. Wahrhaft gesund ist ein Mensch aber erst dann, wenn er sein Herz wieder vollständig erobert hat.

Wenn das Herz aufhört zu schlagen, ist der Tod nicht weit. Wenn der Mensch weiterhin seinem kläglichen Verstand die Führung überlässt, ihn als den einzigen systemrelevanten Motor betrachtet, anstatt sein Herz wieder zu aktivieren, um es an die erste Stelle zu setzen – genau so lange sieht der Verlauf der Dinge auf Erden auch weiterhin so aus wie bisher. Von Geburt an beginnt der Mensch einen Todeskampf, den er früher oder später immer verlieren wird – bis zu dem Moment, wo er endlich wieder erwacht und begreift, dass jeder Kampf ein krankhafter Selbstzerstörungsmechanismus ist, der niemals zu gewinnen ist. Die eigene Herzensebene dauerhaft zu aktivieren bedeutet den Gewinn von Lebensqualität auf allen Ebenen. Es entsteht ganz automatisch wieder ein Miteinander mit allen anderen „Herzensmenschen“, die sich wie durch Zauberhand als ein „funktionierendes Wesen“ entpuppen und wie ein Schmetterling die Leichtigkeit des Seins erobern, ohne wieder in die Schwere des Kampfes und Krampfes der Materie zu müssen. Gleich einem Puzzle von 7 Milliarden Einzelteilen stellt sich jeder wieder auf seinen „ganz eigenen Platz“, füllt diesen voll und ganz mit „seinem eigenen Talent aus“ und profitiert so ganz automatisch von dem Talent seines Mitmenschen. So entstehen echte Talente des Herzens: vom weltbesten Müllmann bis zum begnadeten Neurochirurgen. Jede Wertung entfällt, jeder folgt seiner Natur, jeder erfährt Glück und Zufriedenheit. Sogar das System Geld könnte verschwinden – dafür ist es aber wohl noch etwas zu früh.

Das Fatale an diesem Modell ist: sehr viele Menschen wissen aus sich heraus um dessen Wirksamkeit. Aber sie blockieren gleichzeitig dessen Funktion, weil sie aus Angst, aus Selbstzweifeln, vielleicht auch aus Scham „sicherheitshalber“ lieber den Weg des Altvertrauten gehen – und fast alle machen mit. Die Schafherde Mensch lässt sich sehr simpel von einem kleinen „Rudel Wölfe“, deren Ursprung nicht menschlich ist, beliebig kontrollieren. Und den Menschen, denen ein etwas klarerer Blick hinter die Kulissen des Erdenspieles vergönnt ist, denen hat man systemisch sehr geschickt den „Platz im Blinddarm zugewiesen“ – nicht systemrelevant. Energie folgt nun mal wertfrei der Aufmerksamkeit aller Menschen. Und so schaut sich die Schafherde ängstlich auf der großen Leinwand des Lebens ihr selbst erschaffenes Drama an und merkt es nicht einmal. Ein magisches Perpetuum Mobile. Wer dieses Erdenschauspiel einfach nur noch satt hat, der darf nicht seine Energie auf die große Leinwand projizieren und dann auch noch ein besseres Ergebnis erwarten. Wer den spirituell interessierten oder auch begabten Menschen das Märchen vom Aufstieg erzählt hat, war ein „gerissener Wolf“ – sein Werk war erfolgreich – bislang.

Das gilt es zu erkennen und zu realisieren. Und wo geht das am besten?

*****

In jeder Familie herrschen Dramen – in jeder Klasse unserer Gesellschaft. Wer von einer besseren Welt träumt, sollte seine kleine Welt in Ordnung bringen. Macht das jeder einzelne Mensch, so hat er in diesem Augenblick das Paradies auf Erden miterschaffen. Der Schöpfergott in uns weiß das. Das kleine ängstliche Menschlein jedoch traut sich nicht. Es liegt nicht an der mangelnden Erkenntnis – wenn du diesen Text bis hierher gelesen hast, weißt du bereits all das. Es scheitert also an unserem Mut, die Theorie endlich in ein reales Sein zu befördern.

Erkenne selber deine Talente und Gaben – stelle sie den Menschen zur Verfügung. Wirf alle Etiketten, die du dir hast umhängen lassen weg – werde authentisch. Entscheide selber, ob du die Marionette eines Strippenziehers bleiben möchtest oder ob du jetzt bereit bist, Verantwortung für dein eigenes Leben zu übernehmen – auch du bist ein Schöpfer. Wenn du noch gegen andere Menschen kämpfst und sie verantwortlich für etwas machst, kämpfst du – zumindest systemisch mit dem Blick auf das große Ganze – gegen dich selber.

Noch einmal zurück zur Familie.

Für sehr viele Menschen ist das der Kriegsschauplatz Nr. 1. In der Familie gelten zwar grundsätzlich auch das Spiegelprinzip und das Resonanzgesetz – erschwerend kommen aber unsere karmischen Verknüpfungen, unsere Seelenverträge hinzu. Während ein nerviger Nachbar „nur“ ein Spiegel für uns sein mag, so sind die Verwicklungen im Familienverband thematisch meist tiefgreifender.

Ich bin überzeugt davon, dass bevor wir Menschen erneut inkarnieren, uns eine Art Film ansehen dürfen: den Verlauf unserer künftigen Rolle mit all ihren thematischen Eckpfeilern. Ein Art Drehbuch, das bestimmte Personen und deren Verhaltensweisen bereits im Vorfeld definiert. Einmal ja gesagt – der Zeugungsakt kann gestartet werden – flupp – wir sind da. Unsere Eltern können uns wie Engel empfangen oder uns auch das Leben zur Hölle machen. Natürlich geht das auch umgekehrt. Aus dem süßen Kleinen wird irgendwann ein Schrecken ohne Ende. Die Palette der Möglichkeiten innerhalb der Familien ist da sehr reichhaltig. Opfer und Täter treiben ein fleißiges Stelldichein. Die Fassade hinter vielen Familien ist meist das stabilste Element – dahinter kann alles möglich sein…. du wirst auch deine Erfahrungen damit gemacht haben – kaum ein Mensch bleibt davon verschont.

Es muss nicht gleich ein Missbrauchsthema sein. Es gibt sehr viele Reibungsflächen, die sich ausagieren wollen. Eine wesentliche Erkenntnis ist: es handelt sich immer um elementare Lebensthemen, die in dieser Inkarnation erlöst werden wollen. Und der eigenen Familie kann man nun mal nicht ganz so leicht entfliehen – es gibt Abhängigkeiten, besonders in der Kindheit und im Alter. Lehnt man deren (Er-)Lösung ab, schiebt sie von sich weg, kommen sie meist durch die „kalte Küche, durch die Hintertür“ wieder in unser Leben zurück – irgendwann.

Ein weiterer Effekt mit Bumerangcharakter ist der „Staffellauf“ über die Generationen hinweg. Immer dann, wenn Eltern ihren zu klärenden Lebensthemen aus dem Weg gehen, findet sich in Abwandlung das gleiche „Ich-will-erlöst-werden-Paket“ im Sprössling wieder. Schwups – da ist es wieder – ein feines Erbe. Eine Generation kann so der Nächsten das ungeliebte Staffelholz übergeben – „Löse du es doch für mich“. Das Drama bleibt solange präsent, bis einer in der Ahnenkette den Mut aufbringt Stopp zu sagen und einen erlösenden Richtungsschwenk einschlägt. Auf die Details muss ich hier gar nicht weiter eingehen. Wichtig ist mir, dass Krankheit, Schmerz, Trauer, Wut, Hass u.v.m. zu den üblichen Verdächtigen gehören, die es zu erkennen gilt. Wir alle laufen vor etwas davon oder erklären einen anderen für schuldig. Innerhalb der Familie sind diese Spiegel besonders unerträglich. Der Ursprung von Macken und Schwächen ist offensichtlich – nur erkennen wollen das die Akteure häufig nicht. Was der Außenstehende zielsicher beschreiben kann, fällt den Betroffenen besonders schwer zu erkennen. Dabei liegen Drama und Erlösung ganz eng beieinander: wenn die Liebe untereinander nicht da ist, ist das Gemetzel nicht weit entfernt.

Ich möchte genau an dieser Stelle den Bogen zur spirituellen Thematik meines Blogs spannen. Die Familie verkörpert für uns alle entweder Fluch oder Segen in all ihren unterschiedlichen Spielvarianten und Abstufungen. Sie weist uns aber immer auf einen speziellen Umstand hin: Innerhalb der Familie schauen wir in den für uns wichtigsten Spiegel überhaupt. Hier offenbaren sich unsere eigenen Lebensthemen auf sehr klare Weise.

Nirgendwo sonst zeigt sich uns Menschen auf so drastische und deutliche Art die Notwendigkeit von Liebe untereinander. Fehlt die Liebe, wird es sehr bitter für alle Beteiligten – das System Mensch und die Familie bricht förmlich zusammen – alle laufen enttäuscht voreinander weg. Nur wenn die Liebe in ihrer reinen Form gelebt werden kann, auch nicht im überzogenen unguten Extrem, entsteht ein fruchtbarer Boden, der sehr viel Entwicklungspotential freisetzt für alle Beteiligten. Der Umgang miteinander aus der Haltung der Liebe heraus erschafft ein kleines Paradies. Es handelt sich nicht um eine problemfreie Phantasiewelt, sondern um einen Ort, der die Entwicklungsschritte eines jeden erleichtert – Toleranz und Achtsamkeit blühen auf. Menschen nehmen so ihre Rolle leichter an, sind füreinander da und erschaffen eine Atmosphäre, die leider nicht so häufig zu finden ist.

Und was hat das jetzt mit den Talenten zu tun?

Du musst kein Star-Geiger sein, in keiner Disziplin des Lebens herausragend und TV gerecht daher kommen. Nein – es geht zuerst um die einfachen Dinge des Lebens. Du bist vielleicht einfach nur liebenswürdig, ein guter Zuhörer, aufmerksam, reflektiert. Und da geht noch vieles mehr. Ein toller Maler, ein guter Tänzer, ein vorzüglicher Koch – suche dir deine Stärken aus. Im Rahmen der Familie – ein geschützter Raum – sind deine Talente Gold wert. Vielleicht verdienst du damit kein Geld – das spielt auch keine Rolle. Du bringst dich ein in eine Gruppe von Menschen, die füreinander da ist – weil sie sich liebt oder zumindest achtsam und liebevoll miteinander umgehen kann. Es herrschen kein Konkurrenzkampf, kein Wettbewerb und schon gar keine Elemente, die die Grausamkeiten dieser Welt ausmachen. Nein – ich zeichne hier kein Bild von einer illusorischen TV Welt a la Waltons. Es ist die kleinste systemische Einheit, die als Vorbild für das große Ganze dient. Wer also die Welt verändern möchte, wird das zuerst im Kleinen machen müssen, dem persönlichen Fundament eines jeden.

Aussichtslos, wenn die eigene „Kiste“ total verfahren ist?

Nein – unser Weltensystem befindet sich in einer großen Phase des Umbruchs. Irgendwer macht immer den Anfang – das Neue gründet sich auf alten Erfahrungen. Es spielt keine Rolle, ob du noch Teenager bist und dir alle Chancen noch offen stehen oder ob du gerade dabei bist, die Erde zu verlassen. Deine Gedanken, deine Worte, deine Taten und deine Gefühle für dich und diese eine große Sache Liebe sind das Entscheidende.

Du projizierst zu jeder Zeit mit deiner Aufmerksamkeit „das eigene Bild von dieser Welt auf die göttliche Leinwand“. Wo die breite Masse noch steht, kannst du jeden Tag in den Nachrichten sehen. Solange dieser Gott mit einem Gnadenakt auf sich warten lässt – so lange sollten die, die jetzt schon reinen Herzens sind und das hier im Blog erklärte Prinzip irgendwie für sich als stimmig annehmen können, ihre Chance ergreifen. Wie schnell sich eine kritische Masse nach dem Prinzip des 100. Affen bildet, werden wir sehen. Unsere Zukunft steht zwar in Rollen mehr oder weniger festgeschrieben, die aktuelle Zeit hat aber auch sehr viel mit freiem Willen und lebbaren Potentialen zu tun. Diese Potentiale sind wie neue Rollen für das Menschheitssystem. Aufgeführt auf der Bühne des Lebens wird künftig nur das Drehbuch, für das sich die kräftigsten Zugpferde entscheiden und das die vielen Mitläufer schweigend mittragen. Es gibt diesen schönen Satz: „Wer in einer Demokratie schläft, wacht in einer Diktatur auf“. Es geht hier zwar nicht um Politik, aber dennoch entscheiden wir gerade alle darüber, in welcher Gesellschaftsform wir künftig leben werden. Unsere kleinen Feindbilder produzieren letztlich die großen Dramen in dieser Welt. „Innen wie außen“ „oben wie unten“ „im Großen wie im Kleinen“. Das Teamspiel ist die nächste Stufe, die es zu erklimmen gilt. Die Lebensfreude darf dabei der Motor sein.

Und wenn deine Familie wirklich nicht funktioniert oder existiert – warum auch immer – gründe deine eigene Wahlfamilie mit Freunden und wage deinen Versuch Leben neu zu gestalten. Die neue Welt, von der immer mehr Menschen nicht nur träumen, wird erschaffen mit den Werkzeugen der Liebe und basiert auf der Fähigkeit, restlos alles in dieser Welt aus dem Blickwinkel des Teamspielers zu realisieren. Wer nur ängstlich und verzweifelt abwartet, auf einen Erlöser hofft, der nährt genau das unsägliche Spiel, das die Erde immer mehr zu einer Hölle macht. Es gibt diese Kräfte, die Menschen zu Amokläufern machen. Diese Kraft kann jederzeit Gedanken und Gefühle von Menschen so manipulieren, dass daraus die abscheulichsten und widersinnigsten Taten entstehen. Das Weltgeschehen dokumentiert gerade sehr eindrucksvoll, wie sich Angst, Hass und Aggression entladen können. Der Mensch hat irgendwann die Büchse der Pandora selbst geöffnet – er wird sie auch aus eigener Erkenntnis und Kraft wieder schließen müssen. Das Werkzeug dazu heißt Liebe. Jeder einzelne Mensch ist daran beteiligt – ob er will oder nicht. In letzter Konsequenz existiert jedoch keine menschliche oder Übermenschliche Kraft, die es zu bekämpfen gilt. Der polare Gegenspieler, der in uns allen lebt, zeigt uns gerade sehr deutlich unsere Schwachstellen im System Mensch. Wer diese Sichtweise erfassen kann, wird weder auf einen niemals stattfindenden Aufstieg warten, noch irgendwen oder etwas verurteilen können. Der Schlüssel zur Veränderung dieser Welt liegt in jedem einzelnen Menschen. Das Teamspiel von Herzen ist die Basis dieser neuen Welt

Hier ist der Link zum Beitrag:
https://echnatom.wordpress.com/2015/03/27/teamspiel-die-eintrittskarte-in-die-neue-welt/

Advertisements