Die göttliche Hure

Wie der Mensch sich missbrauchen lässt

Wie gut kennst Du diesen Aspekt in Dir, der nur für andere hinhält, ohne jemals eine Wertschätzung zu erfahren. Ist es in Deinem Leben auch zur Selbstverständlichkeit geworden, dass man Dich in jeder Lebenslage einfach nur benutzt? Du übst vielleicht einen Beruf aus, der Dir alles abverlangt, an jedem Tag zu jeder Uhrzeit. Auch Dein privates Umfeld ist für diese Erfahrung bestens geeignet. Selbst wenn Du dieses Problem nicht hast, die Ungerechtigkeiten des Lebens sind Dir auf jeden Fall geläufig. Wieviel Stoßgebete hast Du abgesendet, damit sich etwas in Deinem Leben zum Positiven verändern möge? Das Nichtreagieren der göttlichen Ebene hat Dich vielleicht auch schon desillusioniert. Was ist das für ein seltsamer Gott, der seine Kinder missbraucht? Ist dieser Vorwurf Blasphemie oder gerechtfertigt? Die Antwort darauf liegt bereits in der Frage. Gott missbraucht niemals seine Kinder oder seine gesamte Schöpfung. Gott ist einfach nur die Quelle allen Seins. Wer glaubt, Gott erklären zu können, wird sich schnell in einer gigantischen Spirale der Unendlichkeit wiederfinden. Gott bleibt das, was es ist – ein Mysterium. Wir können aber die bekannten göttlichen Mechanismen, die uns als Mensch zur Verfügung stehen, ausprobieren und zu unserem Nutzen einsetzen. Gott drückt sich über uns alle aus. 7 Milliarden Menschen repräsentieren eine Ganzheit. Ein Leib und viele Glieder. Wir befinden uns alle gemeinsam auf einer großen Reise, die der Selbsterfahrung und der Selbsterkenntnis dient. Jeder für sich probiert Leben auf seine Art und Weise aus. Die Herausforderung für das Jetzt ist es, wieder nach göttlichen Spielregeln zu leben, die uns ein erfülltes Leben bescheren. Wir wissen, dass auf dem göttlichen Spielfeld des Lebens alles möglich ist – auch unsere jetzige Misere. Wir sollten deshalb alle gemeinsam jetzt eine kluge Wahl treffen.

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Wer den Blick auf das Gesamtbild Mensch nicht scheut, findet sie überall, diese göttliche Hure. Die Energie des Missbrauchs durchzieht unser ganzes Leben. Deine eigene Überzeugung von Macht oder Ohnmacht entscheidet mit darüber, in welcher Rolle Du Dich wiederfindest. Derzeit scheint es so, als könnten wenige Täter fast 7 Milliarden Menschen, die sich in einer Opferrolle wieder zu finden glauben, nach Belieben für ihre Zwecke benutzen. Diesem „höllischen Spiel“ mal eben einfach so zu entrinnen, funktioniert in der Regel nicht. Jeder Mensch kennt zumindest die Abhängigkeit des Geldes und allem, was daran geknüpft ist. Wir bezahlen uns gegenseitig oder lassen uns bezahlen. Ganz edel formuliert nennen es einige Energieausgleich. Man muss ja schließlich von etwas leben. Wer dieses Prinzip nicht grundsätzlich hinterfragt, wird sich irgendwann in der Rolle der göttlichen Hure wiederfinden. Unser Geldsystem ist nur der Ausdruck von unserem Unvermögen, Leben anders zu gestalten. Es ist schon eigenartig, dass es dem Menschen tatsächlich gelungen ist, auf einem Planeten des Überflusses, Mangel zu erzeugen. Und alle machen freiwillig mit – ihr Leben lang. Die eigene Opferrolle wird als gegeben angesehen. Philosophisch betrachtet mag das ja nur eine Ausdrucksform Gottes von unendlich vielen weiteren Möglichkeiten sein. Wer so denkt, muss verdammt schnell laufen können, denn er hat vermutlich zuviel des Guten und zieht so automatisch den Zorn der erwachenden Menschheit auf sich. Ich bin davon überzeugt, dass wir alle zusammen als göttliche Wesen auf Erden dieses unsägliche Spiel selber erzeugt haben. Wir stehen alle gemeinsam vor diesem mystischen göttlichen Spiegel der Manifestationen und sind nur noch entsetzt, was wir dort sehen – uns selber – in einer Ausdrucksform, die keiner will. Alle akzeptieren sie – immer noch stillschweigend – ohnmächtig vor einer Realität – deren Ursache sie nicht erkennen.

Es ist einigen Menschen wirklich gut gelungen, fast 7 Milliarden Menschen an der Nase herumzuführen. Da liegt sie nun, die göttliche Hure, die sich zu guter Letzt auch noch beschimpfen lassen darf. Es mag ja sein, dass Gott sich so über uns Menschen ausdrückt, um uns allen so einen Erfahrungs- und Läuterungsprozess zu ermöglichen. Es kann aber auch sein, dass dies nur eine perfide Geschichte ist. Die „Energie“, die dazu in der Lage war, Menschen in eine Rolle zu drängen, um sie einfach nur auszubeuten, hat demnach gute Arbeit geleistet. Das Ungleichgewicht von Wohlstand und Armut in dieser Welt genügt mir als Beweis. Warum sollte Gott sich selber missbrauchen? Als einmaligen Erfahrungsprozess, für die große kosmische Datenbank, auf die letztlich jeder einzelne zugreifen kann, mag das noch in Ordnung gehen. Aber als Dauerzustand? Wozu sollte das gut sein? Wir befinden uns alle zusammen in einem großen Dauerlooping, ohne neuen Erfahrungsgewinn. Welchen „Sinn“ sollte es ergeben, wenn jeder irgendwann nach einer Überdosis Leid zu guter Letzt auch einmal reich o.ä. sein darf, wenn er denn nur oft genug inkarniert. An dieser Stelle werden für mich solche Theorien zum blanken Unsinn. Die Theorie des Karmas ist für mich durchaus plausibel. Ein einzelner göttlicher Teilaspekt sammelt auf der Ebene des noch unbewussten Individuums Erkenntnisse über das Prinzip von Ursache und Wirkung und alle profitieren davon. Diese vorwärts gerichtete kollektive Entwicklung scheint aber so nicht zu funktionieren. Die Erde ist derzeit nur eine Hölle, aus der es niemals ein Entrinnen gibt. Stimmt das – hat Leben überhaupt einen anderen Sinn, als den reinen Selbstzweck und nicht mehr? Dann könnten wir das Gespräch an dieser Stelle beenden. Kein Aufstieg, kein Bewusstseinssprung – jeder darf hier einfach nur Opfer und Täter spielen, bis er einen angeblichen „Reifegrad“ erreicht hat, um das Spiel in einer Folgehölle, von mir aus auch in einem Paradies weiterspielen zu können oder auch nichts von alledem. Suche es Dir aus, woran Du glauben magst.

Die Geschichte vom Weihnachtsmann und dem Osterhasen funktioniert auch eine ganze Weile in der Kindererziehung. Voller Genugtuung und stolz auf seine Traditionen, erzählt sich der abendländische Kulturkreis die Geschichte immer wieder aufs Neue – und „jemand“ Verdient daran ziemlich gut. Wir erklären uns auf diesem Wege die Welt selber. Wollen wir gemeinsam noch weiter unwahre Geschichten glauben, die uns weiterhin zur göttlichen Hure degradieren? Wer oder was den Menschen einst auf diese schiefe Bahn geführt hat, um so zu funktionieren, wie er es aktuell immer noch tut, das möchte ich offen lassen. Ich bin mir aber sicher, dass wir derzeit eine reelle Chance besitzen, diesen Teufelskreislauf gemeinsam zu verlassen. Dazu braucht es Menschen, die ein offenes Herz und einen wachen Verstand besitzen. Es sind diejenigen unter euch, die schon immer das Gefühl hatten, dass auf dieser Erde etwas nicht richtig läuft und sich bis heute so fühlen, als seien sie auf dem falschen Planeten gelandet. Ein möglicher Bewusstseinssprung wird von den Menschen ausgelöst werden können, die in der Lage sind, eine gemeinsame Vision zu fokussieren (dazu demnächst mehr). Dazu ist aber eine Korrektur der eigenen Glaubenssätze jetzt notwendig. Wer sich unausweichlich als das Opfer eines gnadenlosen Systemes sieht, wird tatsächlich Opfer dessen. „Nach eurem Glauben wird euch geschehen“ heißt es. Und selbst, wenn Du all das gesagte hier nicht glauben kannst, Du hast auf jeden Fall ein Anrecht auf Menschenwürde. Du brauchst keine spirituelle Philosophie, um diese in Deinem Leben einzufordern. Gib einfach niemandem mehr das Recht Dich auszubeuten, Dich zu benutzen, Dich zu manipulieren. Der Prozess des Erwachens betrifft jeden Menschen. Wenn Du es schaffst, in die Kraft der Liebe zu kommen, wird sich ganz von alleine das dazu Notwendige in Deinem Leben realisieren. Es ist nicht die spirituelle Philosophie, die den Wandel herbeiführt, es ist die Qualität der Liebe, die jeder einzelne Mensch bereit ist, in die Waagschale zu legen – täglich – in der Familie, an seinem Arbeitsplatz, im Umgang mit allen Menschen und sich selber. Wer Leben und damit die Menschen betrügt, betrügt letztendlich nur sich selber. Das Übel auf dieser Erde ist nicht das Geld – es ist der Mensch, der damit übles treibt. Wer glaubt, mit Aggression und Gewalt eine Lösung herbeiführen zu können, der wird bereits heute durch die Geschichtsbücher eines Besseren belehrt. Wer dann der Theorie eines göttlichen Spiegels folgen mag, in dem sich Ursache und Wirkung hoch potenzieren, hat zumindest ein theoretisches Modell in Händen, warum diese Welt genau so ist, wie sie gerade lebt. Jeder einzelne Mensch trägt mit seinem Verhalten vor diesem Spiegel zur Gesamtsituation der Erde bei. Es liegt also auch an Dir, was diese Welt Dir spiegelt. Du bekommst nur das zurück, was Du bereit bist zu investieren. Du bist die Erstursache von allem was ist – zusammen mit 7 Milliarden Menschen.
Du alleine bist auch in der Lage, aus uns allen wieder einen anmutigen Gott zu machen, der sich seiner selbst wieder würdig ist – in den Kleidern eines Menschen.

Einen Lösungsansatz beschreibe ich in meinem Beitrag „Warum das Prinzip des 100. Affen alleine nichts bewirkt“.


Ich danke Dir für Deine Aufmerksamkeit.

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4 Kommentare

  1. Danke für diesen tollen Beitrag, – genau das habe ich heute lesen müssen! 7 Milliarden Menschen als eine Gesamtheit zu sehen, schafft ein komplett neues Weltbild und Verständnis..Endlich kann man mit dem Feindbild der sogenannten „Bösen“ aufräumen, denn wir alle haben sie Kraft unserer Gedanken erschaffen. Jeder von uns war einmal neidig oder gierig und wenn genug von dieser Energie freigesetzt wird, manifestiert sie sich in Form von Monsato, Pharma Industrie und sonstigem, – alles was wir an unseren so gierigen Konzernen verteufeln. Genau so dürfte es sich mit Wut und Zorn verhalten, – sobald genug vorhanden ist muss es sich in Form von Gewalt und Krieg im Hier und Außen zeigen. Das Universum funktioniert eigentlich wunderbar einfach, – 1+1=2 Hoffentlich gelingt es bald vielen von uns, unsere Gedanken zu kontrollieren und nur mehr Liebe und Lichtvolles freizusetzen, wir könnten uns im Handumdrehen ein Paradies erschaffen! Keine leichte Aufgabe für jeden einzelnen von uns, aber ich gehe frisch ans Werk, beginne jeden Tag von Neuem und irgendwann werde ich es schaffen!

  2. Freut mich, daß die Botschaft so treffend angekommen ist.
    Das Universum hält vermutlich mehrere Varianten bereit – für manch einen ergibt 1+1 = 11 ……..

  3. “ Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist !“
    und ich denke Gott ist nicht wirklich ein Mysterium.

Kommentar verfassen - trau Dich + drücke Dich aus - Freischalten kann einige Std. dauern - sonnige Grüße Thomas

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