Meditation und das Gedankenkarussell

Gedanken sind wie Affen, die von Baum zu Baum springen – unaufhörlich – ohne Ende. Ziellose Gedanken rauben Energie und können wie Sägemehl mahlen sein, nämlich nutzlos. Kreisende Gedanken um bestimmte Problemthemen sind die gesteigerte Form. Sie können zu Projektionen führen – bildhafte und hoch emotionale Gedankenströme, die aus einer Scheinwelt im Innersten des Menschen in seine reale Welt rutschen. Wohlgemerkt in seine Realität, die er dafür hält. So mancher „Channeler“ holt seine angeblichen Botschaften aus diesem Gedankenpool. Das Gefühl der Angst hält dieses Hamsterrad der Gedanken besonders gut am Laufen. Wer glauben kann, daß „Energie unserer Aufmerksamkeit folgt“, der wird irgendwann vorsichtig mit dem, was er so den ganzen Tag durch seine grauen Zellen jagt. Wir sind das, was wir denken ! Freudlose und destruktive Gedanken erschaffen einen ebensolchen Menschen. Der Mensch darf wieder trainieren seine Gedanken bewußt zu lenken, statt sich von seinen Gedanken lenken zu lassen, bis hin zu der Erkenntnis, das wir nicht unsere Gedanken/unser Verstand sind. Die Antwort liegt im Herzen.

Meditation hat nur einen Zweck: raus aus dem Karussell der Gedanken, um bewußt eine Zeit lang nichts zu denken oder sich nur auf einen bestimmte Punkt oder Gedanken zu fixieren. Man „justiert“ sich so wieder neu, man findet wieder zu sich selber. Das erfordert Übung, möglichst täglich, vielleicht sogar zur gleichen Zeit – ähnlich einem Ritual. Irgendwann schafft man diesen Standby Modus einfach so. Sportliche Aktivitäten können diesen Zustand ebenfalls erzeugen. Ein guter Gradmesser für den Erfolg sind z.B. innerer Friede, Ausgeglichenheit, grundlose Freude. Wer diesen wünschenswerten Zustand besitzt, muß sich m.E. nicht mit Meditation befassen, es sei denn er hat Lust auf tiefergehende Erfahrungen mit seiner Innenwelt. Wer unter Streß leidet, kann über Meditation Hilfe finden. Nur ist diese „Zwangsberuhigung des Verstandes“ nicht jedermanns Sache. Wer es schafft sein Smartphone abzuschaffen, die Glotze oder den PC nur bewußt und nicht dauerberieselnd nutzt, erreicht alleine dadurch schon sehr viel. Bewegung alleine in der Natur hilft immer sofort – Alkohol hingegen gar nicht.

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